Bericht vom Alternativen Dating

Am 12.12 fand das erste alternative Dating im Sozialen Zentrum in Bochum statt. 14 Menschen nahmen teil. Die Stimmung war während des gesamten Datings gut, am Ende waren jedoch viele Teilnehmer*innen etwas erschöpft. Nach dem Dating gab es noch einen offenen Austausch über Verbesserungsmöglichkeiten.

Konstruktive Kritik und viel positive Rückmeldung

Dabei erhielt das Dating viel Zuspruch, alle Menschen äußerten den Wunsch beim nächsten Mal wieder teilzunehmen. Kontrovers wurde über die Bitte keinen Alkohol während des Datings zu konsumieren und auch die Entscheidung keinen Alkohol zu verkaufen diskutiert. Einige sahen dies als Einschränkung ihrer Freiheit, während Andere einen drogenfreien Raum als Grundbedingung zur Teilnahme sahen. Als möglicher Kompromiss kristallisierte sich herausdas Dating drogenfrei zu lassen, aber nach dem Dating noch einen Tresen oder eine Party, wo mensch sich weiter kennenlernen kann und auch Alkohol verkauft wird zu veranstalten. Ein weiterer Punkt war, dass es auf jeden Fall mehr Pausen geben sollte. Ebenfalls negativ fanden viele Teilnehmer*innen, dass nur wenig weiblich sozialisierte Menschen teilnahmen. Des weiteren wurden noch einige, kleinere organisatorische Verbesserungen im Ablauf vorgeschlagen.

Gedanken der Orga:

Aus Sicht der Orga verlief, dass Dating sehr gut. 14 Teilnehmer*inne waren angesichts der Tatsache, dass es sich um die erste Veranstaltung dieser Art handelte ein gutes Ergebnis. Auch, dass unsere Idee „geschlechs“-unabhängig zu daten nicht zu größeren Problemen führt und Personen, die sich als „heterosexuell“ verstehen, nicht abgeschreckt waren zu kommen, hat uns sehr gefreut. Wir fanden es ebenfalls unerfreulich, dass nur wenige weiblich sozialisierte Personen teilgenommen haben. Dies entspricht Erfahrungen aus einigen Bereichen der alternativen Szene. Uns ist hier nicht dran gelegen heteronormative Datingnormen zu reproduzieren, aber wenn wir eine Dating-Alternative für möglichst viele Menschen aufbauen wollen, dann müssen wir uns auch der Frage stellen warum das Verhältnis der sozialen „Geschlechter“ ungleich war. Daher werden wir unter anderem versuchen, dass Dating in Zukunft mehr in feministischen Strukturen zu bewerben, was wir leider etwas versäumt hatten.                                                                                              Ein weiterer von außerhalb des Dating an uns gerichteter Kritik war das der Ausdruck „körperliche Beziehungen“ missverständlich gewesen sei und von Menschen als Suche nach Sex verstanden wurde. Hier zeigt sich, dass es schwierig ist in unserer Sprache bestimmte Dinge auszudrücken. Uns ging es dabei vor allem darum ein Begriff zu finden unter dem sich möglichst viele Menschen wieder finden. Nicht alle Menschen suchen Intimität, andere Menschen suchen intime Beziehungen. Freund*innenschaften und romantische Beziehungen unterliegen in uns Gesellschaft klaren Normen was auf einer körperlichen Ebene passieren darf. Wir wollten diese Normen und Beziehungskonzepte mit dem Ausdruck körperliche Beziehungen durchbrechen. Angesichts der Missverständlichkeit werden wir uns aber für das nächste mal einen anderen Ausdruck suchen.

Das nächste Mal:

Es wird auf jeden Fall ein weiteres, alternatives Dating geben. Der Termin ist voraussichtlich Ende April. Über Unterstützung bei Vorbereitung und Bewerbung würden wir uns sehr freuen. Falls Ihr Lust habt mitzuhelfen, schreibt an: alternatives-dating(at)riseup.net

Weiter Projekte zum Thema Sexualität, Beziehungen und Geschlecht:

Im Ruhrgebiet gibt es ebenfalls eine informelle Gruppe von Menschen, die sich trifft um sich mit Beziehung, Geschlechts und Sexualität- und Beziehungsnormen auseinanderzusetzen. Wenn ihr beim nächsten Treffen dabei sein wollt schreibt an: free-your-sexuality(at)riseup.net

Außerdem gibt es die Idee im Sommer eventuell an einem Abend nach der libertären Medienmesse im Ruhrgebiet eine queer-anarchistische Sexparty zu organisieren. Für die Planung werden noch Leute gesucht, die mithelfen. Bei Interesse schreibt an: anarchoqueer-sexparty(at)riseup.net

Quelle

Veranstaltung: Von Hoyerswerda bis Heidenau – Comeback der 90er?

26. Januar 2016
18:00bis21:00

Wir leben in beängstigenden Zeiten. Faschistische Parteien und Bewegungen ziehen Tausende an. Unterkünfte von Geflüchteten werden angezündet, Nazis randalieren in Innenstädten und alternativen Stadtteilen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis es wieder Tote gibt. Die Liste der Ermordeten ist lang, seit 1990 hat es in Deutschland hunderte Tote durch rassistische und menschenfeindliche Gewalt gegeben. Terror der von staatlichen Stellen geduldet und teilweise unterstützt wird.
Wenn der Verfassungsschutz Ermittlungen gegen rechte Terrorzellen sabotiert, Nazis trotz Haftbefehle frei herumlaufen können, Polizist*innen ihren Demos den Weg frei knüppeln zeigt sich eines: Der Staat ist beim Widerstand gegen Nazis bestenfalls ein lästige Behinderung, oft jedoch ein gefährlicher Gegner.

Diese Erfahrung ist nicht neu… Für eine Veranstaltung zu rassistischen Pogromen in den 1990er Jahren konnten wir daher einen Referenten gewinnen, der damals in antifaschistisch aktiv war und sich daran beteiligt hat, dem Mob wirksam etwas entgegen zu setzen. Ziel der Veranstaltung ist es, den historischen Rückblick auf die 1990er Jahre zu nutzen, um zu einer klareren Analyse der heutigen Situation zu kommen. Nach dem Vortrag möchten wir gemeinsam diskutieren wie wir Nazis ohne den Staat und trotz seiner Repression bekämpfen können. Der Vortrag soll auch einen Anlaufpunkt bieten für alle, die Interesse haben gegen Faschismus, Nationalismus und Rassismus an der Ruhr-Uni und in Bochum aktiv zu werden. Die Veranstaltung findet am Dienstag den 26.01 um 18.00 an der Ruhr-Uni statt. Treffpunkt ist der Eingang von Gebäude GB.

Hier Ankündigungstext des Referenten:

Wo wart ihr in Rostock, wo seid ihr jetzt?
Vortrag über die rassistischen Pogrome der 90er Jahre und Parallelen zu heute.
Ein Antifa Aktivist zieht Bilanz.

„Wo wart ihr in Rostock?“
schrien Antifas nach dem Pogrom in Rostock 1992 der Polizei entgegen. Selbst der Polizei hatte ich nicht zugetraut, dass sie tatenlos zusieht, wie ein bürgerlicher und faschistischer Mob ein Haus mit vietnamesischen VertragsarbeiterInnen anzündet. Die Erlebnisse rund um Rostock haben mich geprägt, ich wollte nicht Zuschauer bei der rassistischen Hatz auf Flüchtlinge sein.

Ich bin kein Historiker oder Gelehrter, der hinter dicken Büchern die Gesellschaft analysiert. Deswegen sind meine Erinnerungen subjektiv und emotional. Schließlich konnte und kann ich diese Zeit nicht vergessen. Schmerzlich habe ich gemerkt, wie diese Zeit mich geprägt hat. Seit 1990 sind ca. 190 Menschen aufgrund rassistischer oder antisemitischer Gewalt getötet worden. Neben diesen offensichtlichen Barbareien von (Neo-)Nazis war aber auch die unerträgliche politische Situation ein Grund, sich zu wehren. Der aufkeimende Nationalismus der 90er Jahre und das „wir sind wieder wer“-Gehabe mit Reichskriegsflaggen auf öffentlichen Plätzen und in Stadien zeigten die Stimmung der Bevölkerung. Die bürgerlichen Medien übernahmen Symboliken und Inhalte von Rechtsaußen-Parteien.

Der Faschismus war in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das hielt ich nicht aus. Ich musste etwas tun. Niemand war vorbereitet auf diese Situation, aber es fanden sich auch Andere, die mitmachten und dem Unerträglichen eine Ende setzen wollten. Es waren sehr unterschiedliche Menschen, die ich kennengelernt habe, die Flüchtlingen geholfen haben, Nachtwachen in Flüchtlingsheimen übernommen haben oder einfach mal Zivilcourage gezeigt haben, weil sie es nicht mehr aushielten – Christen, Ausländerkids, aber auch der ein oder andere Spießbürger, der sich diesen nazistischen Wahnsinn nicht gefallen lassen wollte. Aber insbesondere auch die Geflüchteten wehrten sich gegen die Angriffe. Dies waren die beeindruckensten Momente in der antifaschistischen Selbsthilfe. Aus ihren Ländern vor politischer Verfolgung geflohen, wehrten sie sich massiv gegen den braunen Mob. Diese Gesellschaft hat viel verdrängt und eine Aufarbeitung hat es nie gegeben. Die Brandstifter von damals sind zum Teil immer noch in rechten Organisationen aktiv. Die geistigen Brandstifter aus Politik und Wirtschaft sitzen in hohen Ämtern, werden geehrt und gefeiert, als hätte es das alles niemals gegeben.

„Die geschichtlichen Tragödien wiederholen sich nicht oder höchstens als Farce.” (Karl Marx)

“Wo sind wir jetzt?”
Heute findet der NSU Prozess in der allgemeinen Medienlandschaft nur noch wenig Interesse. Es gleicht einer Posse, dass rechter Terror weiterhin verharmlost, vertuscht und von gesellschaftlichen Institutionen unterstützt und gefördert wird.

Nachdem tausende Menschen durch ein menschenverachtendes Handeln der EU im Mittelmeer ertrunken sind, erscheint eine von der Bundesregierung ausgerufene Willkommenskultur wie ein Heiligenschein aus Pappmaché. Es geht um Verwertung, nicht um Menschlichkeit.

Pogrome und brennende Flüchtlingsheime gibt es, die Polizei ist erst dann da, wenn Linke dagegen demonstrieren. Zu vermitteln, dass das keine Zufälle sind, wird unsere Aufgabe sein.

Die Hilfsbereitschaft der BürgerInnen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein weißes totes Kind, das am Strand angespült wird, mehr Aufmerksamkeit und Betroffenheit hervorruft, als eins mit dunkler Hautfarbe. Es sorgt nicht nur die Bild-“Zeitung” dafür, rassistische Ressentiments zu verbreiten, viele tun dies innerhalb der sozialen Netzwerke und blasen ins gleiche Horn.

Wie wir diese Menschen gewinnen können, mit uns den braunen und bürgerlichen Mob von der Straße zu fegen, bleibt mir ein Rätsel, wenn wir weiterhin in den Spiegel schauen wollen, ohne zu kotzen.

Eine Veranstaltung von Stefan Stulpe und der schwarzen Ruhr-Uni mit solidarischer Unterstützung der ANTIFA Bonn/Rhein-Sieg

Quelle

Das Jahr der schwarzen Taube: Silvester-Party für ein anarchistisches Zentrum Dortmund

31. Dezember 2015 20:00bis1. Januar 2016 4:00

Das Neue breitet seine Schwingen aus. Während stürmische Winde die Welt in verschiedene Richtungen treiben, fliegt eine Taube in den Wolken.
Wird sie ihr Ziel erreichen?
Helfe mit, dass sie es tut.
An Silvester feiern wir gemeinsam in das neue Jahr. Mit der Party wollen wir das neue anarchistische Zentrum in Dortmund unterstützen. Es gibt ein leckeres veganes Buffet gegen Spende. Über Beiträge zum Buffet freuen wir uns ebenfalls! Lasst es krachen…

Ab 20 Uhr im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2) in Bochum

Mehr Infos und Spendenmöglichkeit für alle, die nicht kommen können:

Hier und hier:

(BO) Werbung für das anarchistische Zentrum Dortmund

SonneDie Werbeaktion

Dienstag und Donnerstag wurde an der Ruhr-Universität die Crowdfunding-Kampagne für ein anarchistisches Zentrum in Dortmund beworben. In Hörsaalen, Cafeten und an Türen wurden Plakate aufgehängt. Außerdem wurden Flyer verteilt. Auf der Unibrücke wurde, angesichts der zunehmenden Militarisierung und dem bevorstehenden Einsatz der Bundeswehr in Syrien, folgendes gekreidet:
„Bücher statt Bomben – AZ Dortmund unterstützen! www.startnext.de/azentrumdo“ und                                                        „Mache was zählt: Tu was gegen IS und Bundeswehr!“

Warum das anarchistische Zentrum Dortmund auch für die Anarchist*innen in Bochum wichtig ist:

Ohne den Buchladen Black Pigeon wäre der Aufbau anarchistischer Strukturen in Bochum nicht in der Form möglich gewesen wie er geschehen ist. Besonders durch die Unterstützung mit Material wie Flyern, Broschüren oder Aufklebern haben die Genoss*innen von Black Pigeon uns massiv geholfen, anarchistische Ideen auch in Bochum zu verbreiten. Hinzu kommt, dass Bochum und Dortmund dicht beieinander liegen und das Wachsen der anarchistischen Bewegung in Dortmund zu dem die Genoss*innen von Black Pigeon beigetragen haben, auch die Anarchist*innen in Bochum in ihren Kämpfen gestärkt hat.

Wenn das Crowdfunding für das anarchistische Zentrum in Dortmund ein
Erfolg wird und es nächstes Jahr dieses Zentrum gibt, dann wird das
die anarchistischen Strukturen im Ruhrgebiet weiter stärken. Deshalb
spendet für das anarchistische Zentrum Dortmund
:
 
Vögel der Welt tragt die Nachricht hinaus!

Ein schwarzer Rabe

Quelle

Duisburg: Antifaschistische Demonstration am 07.12.

Achtung: geänderter Auftaktort!

Da die Polizei auch unsere Demo leider nicht schikanefrei durchgehen lässt, müssen wir unsere Route ändern. Neuer Auftaktort ist deshalb der Burgplatz am Duisburger Rathaus (901-Haltestelle „Rathaus“). Von hier aus laufen wir wie geplant um 18 Uhr durch die Innenstadt zum Hbf, dem Ort des Pegida-Aufmarschs.

EA-Nummer: 01512/6025614

Lokale Zugtreffpunkte:

Pogrome verhindern, bevor sie stattfinden

In ganz Deutschland finden seit Monaten verstärkt rassistische Mobilisierungen statt. Es kommt regelmäßig zu Demonstrationen und zu Angriffen auf Geflüchtete und deren Unterkünfte. Sowohl Neonazis, als auch andere Rassist*innen vernetzen sich, mobilisieren und greifen an. In verschiedenen Städten kam es schon zu pogromartigen Übergriffen. Der gesamte Diskurs über eine angebliche „Flüchtlingskrise“ in Deutschland ist rassistisch geprägt. Hochburg von rassistischer Mobilisierung in NRW ist wieder mal Duisburg.

Duisburger Zustände

In der Stadt, in der in den vergangenen Monaten und Jahren die rassistische und antiziganistische Stimmung in einzelnen Stadtteilen auch immer mal wieder in Gewalt umschlug, findet seit Anfang des Jahres immer montags eine Pegida Demonstration statt. Die Aufmärsche, die bis zum Sommer eher in der Bedeutungslosigkeit versunken waren, sind in den letzten Wochen auf bis zu 400 Rassist*innen angewachsen und damit zu einem wöchentlichen Sammelbecken für Neonazis – von „Die Rechte“ bis zur NPD, Hogesa-Hools und neue Rechte – aus ganz NRW geworden. Besonders Hooligans bestimmen das Bild der Demonstration.

Ein Ende der Mobilisierung scheint nicht in Sicht, vielmehr steigt die Zahl der Teilnehmer*innen von Woche zu Woche weiter an. Die Nazis werden bei diesem Event nicht, wie sonst oft üblich, mit polizeilichen Durchsuchungen oder Absperrungen konfrontiert. Sie können sich frei im und um den Hauptbahnhof bewegen – Übergriffe auf Linke und Migrant*innen mit eingeschlossen.

„Schweine“*herbst in Deutschland

Nach einem kurzen Sommer voller Hilfsbereitschaft, bei der man das Gefühl bekommen konnte, ganz Deutschland von Angela Merkel bis hin zur BILD-Zeitung wären „Refugees Welcome“, zeigt man hierzulande nun wieder sein wahres Gesicht. Auf die rassistische Stimmung, die Pegida, AFD und Co. erzeugen, reagiert auch die herrschende Politik. Die Bundesregierung aus SPD und CDU beschloss zwei Asylgesetzverschärfungen in diesem Jahr und debattiert unermüdlich über Grenzkontrollen, Transitzonen und beschleunigte Abschiebeverfahren. Durchgesetzt werden konnten die Asylgesetzverschärfungen dank der Unterstützung der Grünen.

Neuen Aufwind bekommen die rassistischen Bewegungen, wie Pegida, auch durch die islamistischen Anschläge von Paris und der von FAZ bis taz heraufbeschworenen kippenden gesellschaftlichen Stimmung. Sie nutzen diese um weiter gegen Geflüchtete und Muslime zu hetzen.

Zeit zu Handeln

Bisher konnten die Pegida Hetzer*innen fast ungestört durch Duisburg marschieren. Umso wichtiger ist es nach den Terroranschlägen von Paris und der rassistischen Stimmung in ganz Deutschland, dagegen zu halten. Wir wollen für entschlossene Solidarität mit den Geflüchteten, die nach Europa kommen auf der Suche nach einem sicheren, guten Leben, auf die Straße gehen. Gleichzeitig ist es notwendig, allen reaktionären Ideologien und deren Vertreter*innen, wie Pegida aber auch den Islamist*innen, die für die Terroranschläge von Paris und auch für die Flucht tausender Menschen aus Syrien und dem Irak verantwortlich sind, den Kampf anzusagen.

Runter von der Couch – auf zur Antifaschistischen Demonstration gegen Pegida in Duisburg!
Gegen jeden Rassismus und für Solidarität mit allen Geflüchteten! Gegen alle Angriffe auf das schöne Leben!
07.12.15 | 18.00 Uhr | Duisburg, Friedrich Wilhelm Platz (Haltestelle Steinsche Gasse) Burgplatz am Rathaus

Initiative von antifaschistischen Gruppen aus NRW
November 2015

Unterstützer_innen des Aufrufs:

  • Antifa-Café Wuppertal
  • Antifa Essen Z
  • Antifa-Infoportal Duisburg
  • Antifa Oberhausen
  • Autonome Antifa 170 (Dortmund)
  • Autonomes Zentrum Mülheim
  • Autonomes Zentrum Wuppertal
  • Crème Critique (Duisburg)
  • Linke Liste Duisburg/Essen
  • Schwarzer Tresen Wuppertal
  • Soziales Zentrum Bochum
  • Refugees Welcome Dortmund
  • Undogmatische Linke Bochum

Aufruf-Flyer: zum selber Drucken

Jegliche Fahnen von Parteien, parteiähnlichen oder -nahen Organisationen sind auf der Demonstration ausdrücklich unerwünscht.

Quelle

* Die Redaktion von Anarchismus in Bochum möchte klarstellen, dass sie den spezisistischen Vergleich von Schweinen mit rassistischen Politiker*innen nicht zustimmt. Schweine sogar nich dafür das Menschen umgebracht werden.

Alternatives Dating – Ein Stich ins Herz der Normen

12. Dezember 2015
14:00bis18:00

Die Grundidee:

Du bist auf der Suche nach einer (körperlichen)* Beziehung? Findest es aber schwierig Menschen, die ähnliches suchen, innerhalb antiautoritärer/ anarchistischer/ kommunistischer/ linker/ feministischer oder alternativer Strukturen zu finden?
Wir wollen eine Gelegenheit genau dafür schaffen. Am Samstag den 12.12 von 14.00 bis ca. 18.00 Uhr veranstalten wir ein alternatives Dating im Sozialen Zentrum in Bochum (Josephstr. 2). Das Grundkonzept entspricht der Idee des Speedatings. Während des Datings gibt es Heißgetränke und veganen Kuchen gegen Spende.

Alternatives Dating warum?

Auch in alternativen Strukturen gibt es einsame Menschen, denen es an körperlicher Nähe fehlt.
Nicht jede*r kann leicht andere Menschen für eine (körperliche)* Beziehung kennenlernen. Sei es weil sie*er Problem hat andere anzusprechen, sie*er Rollenbildern nicht entspricht oder die üblichen Orte des Flirtens z. B. Partys für sie*ihn nicht der richtige Ort zum entspannten Kennenlernen sind.
Für manche ist es auch mit ihren Verständnis von Konsens nicht vereinbar z. B. besoffenen herumzuknutschen oder mit Menschen ohne vorher zu fragen körperlichen Kontakt herzustellen.
Wir wollen eine Alternative zu den üblichen Kennlernstrukturen schaffen. Sie soll es Menschen, die auf der Suche nach einer (körperlichen)* Beziehung sind, ermöglichen andere Menschen kennenzulernen, die ebenfalls auf der Suche sind. Im besten Fall finden sich dann vielleicht Menschen, die Interesse an einander haben.
Außerdem gibt es auch keine Datingangebot für Menschen, die sich als antiautoritär/ anarchistisch / kommunistisch / linkes/ feministisch oder alternativ verstehen. Dabei sind für viele diese Menschen ihre gesellschaftlichen Einstellungen sehr wichtig bei der Partner*innensuche.

Was ist anders als beim normalen Dating?

Wir wollen gesellschaftliche Datingnormen durchbrechen, die uns daran hindern andere unseren Bedürfnissen entsprechend kennenzulernen, wie ,dass „Männer“ nur „Frauen“ und umgekehrt daten, und mensch nicht verschiedene „Geschlechter“* oder unabhängig vom „Geschlecht“ daten kann. Daher findet unser Dating unabhängig vom „Geschlecht“ des Gegenübers statt. Solltest du aus irgendeinen Grund kein Interesse an deinem Gegenüber haben nutze die Zeit einfach für ein nettes Gespräch.
Eine weitere gesellschaftliche Norm ist Monogamie. Wenn Menschen einander daten /eine Beziehung eingehen, reden sie oft nicht darüber, ob die Beziehung monogam sein soll oder nicht, sonder gehen einfach davon aus, dass sie monogam ist. Beim alternativen Dating wollen wir dazu anregen offen darüber zu reden was mensch sucht. Wir wollen einen Raum schaffen in dem mensch sowohl Leute für eine monogame als auch Menschen für einen nicht-monogame Beziehung kennenlernen kann.
Auch das eine körperliche Beziehung nur aus zwei Menschen besteht ist eine gesellschaftliche Norm, daher ist das Dating auch offen dafür, dass mehrere Personen jemenschen suchen.
Allgemein möchten wir die Norm des Unausgesprochen durchbrechen und dazu anregen darüber zu reden was mensch möchte und sucht. Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf (körperliche)* Beziehungen und unsere Beziehungen sollten diesen Bedürfnissen entsprechen. Menschen zu finden die unsere Bedürfnisse teilen funktioniert aber nur, wenn wir anderen diese mitteilen.

Ablauf

Beim Ablauf des alternativen Datings haben wir uns entschieden uns am Konzept des Speeddatings zu orientieren. Wir sehen das kritisch, weil die Teilnehmenden sich nur in der kurzen Zeit sehr oberflächlich kennlernen können und Speedating an das kapitalistische Konzepte der Leistungsoptimierung anglehnt ist. Wir halten das Konzept aber für einen guten Weg relativ viele neue Menschen an einem Nachmittag kennenzulernen. Dies erhöht die Chance Personen zu finden, die mensch interessant findet. Der Ablauf sieht daher wie folgt aus:
Die Menschen setzen sich zusammen jeweils zu zweit an einen Tisch und unterhalten sich und nach 5 Minuten rückt eine*r weiter.
Wenn Menschen Interesse haben sich weiter kennenzulernen gibt es auf den Tischen Zettel auf den sie ihre E-MaIL oder Telefonnummer aufschreiben können. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit am Ende Kontaktdaten auszutauschen.
Für das Dating kann mensch entweder seinen Vornamen oder ein Pseudonym benutzten. Aus Planungsgründen bitte wir um vorherige freiwillige Anmeldung per E-Mail an alternatives-dating(at)riseup.net). Euren Namen braucht ihr in der E-Mail nicht zu nennen.

Wir möchten Euch bitten beim Dating und vorher auf verhaltensverändernde Drogen wie Alkohol und Gras zu verzichten. Wir werden keinen Alkohol verkaufen. Außerdem bitten wir Euch nur zu kommen, wenn ihr auch grundsätzlich Interesse habt jemenschen für ein (körperliche)* Beziehung kennenzulernen, für Menschen die einsam sind kann es sehr belastend sein, wenn das Gegenüber nur aus Spiel flirtet.
Wir haben hier ein paar Verhaltenstipps aufgeführt, die zu einer entspannten Atmosphäre führen und das gegenseitige Kennlernen erleichtern sollen

Umgang mit Übergriffen

Es ist kein schönes Thema, aber bei Veranstaltungen kann es dazu kommen, dass Menschen die Grenzen und den Willen anderen nicht respektieren. Wir werden daher ein Konzept zum Umgang mit Übergriffen vorbereiten. Wichtig ist uns dabei vor allem der Schutz Betroffener und die Verhinderung zukünftiger Übergriffe. Unser Konzept in Kurzform findet ihr hier. Wenn ihr die ausführliche Version haben wollt schreibt uns an.
Das gilt ebenso, wenn ihr noch andere Fragen zum alternativen Dating habt oder Kritik und Anregungen für uns habt. (E-Mail: alternatives-dating(at)riseup.net)

Wir hoffen auf einen tollen Nachmittag mit Euch. Für eine freies Lieben und Leben!

* Eine (körperliche)* Beziehung kann sowohl ein intimes Vertrauensverhältnis bedeuten als auch etwas lockeres, weniger intimes. Wir meinen alle Beziehungen, die von klassischen Grenzen nicht-körperlicher Beziehungen wie „Freund*innenschaften“ abweichen.

Personen, die sich sexistisch, nationalistisch, rassistisch oder sonst wie menschenfeindlich verhalten, sind nicht willkommen.

Quelle

Crowdfunding Kampagne für ein Anarchistisches Zentrum Dortmund mit Buchladen Black Pigeon gestartet!

Liebe Menschen die Genoss*innen des libertären Buchladens Black Pigeon in Dortmund, welche uns schon sehr lange unterstützen, brauchen jetzt unsere Unterstützung für ein anarchistisches Zentrum in Dortmund:

Checkt: https://www.startnext.com/azentrumdo

Worum geht es in dem Projekt?

Wir halten den Anarchismus für eine wunderbare Idee, die wir verbreiten wollen. Anarchismus hat entgegen üblicher Vorurteile nichts mit dem Recht des Stärkeren, Chaos und Krawallen zu tun, sondern ist die Idee einer herrschaftsfreien Gesellschaft, in der niemand über den anderen bestimmen und herrschen soll. Eine Gesellschaft, die ihre Basis in freier Vereinbarung und gegenseitiger Hilfe hat, anstatt Vereinzelung und Konkurrenz.
Unser Buchladen soll dabei die Ideenwelt des Anarchismus verbreiten und gleichzeitig ein Ort der praktischen Umsetzung dieser Idee sein.
Der neue Laden soll dabei mehr als nur ein reiner Buchaden sein. Wir möchten einen Ort erschaffen, der dazu einladen soll in angenehmer Atmosphäre zu verweilen, sich zu treffen und zu unterhalten – unabhängig von Kaufrausch und Konsumzwang. Wir möchten Raum bieten für unterschiedliche Veranstaltungen wie Vorträgen, Lesungen, Workshops und Liedermacher*Innen-Abende. Darüber hinaus wollen wir auch die Möglichkeit bieten Räumlichkeiten für Gruppentreffen und Infrastruktur wie Beamer, Druckmöglichkeiten,etc. zu nutzen.
Natürlich könnt ihr auch weiterhin Bücher bei uns kaufen und bestellen – in Zukunft dann mit einem erweiterten Bestand und einem zunächst kleinen Angebot an fairen, veganen Produkten.
Wir wollen mit unserem Projekt das politische und kulturelle Leben in der Nordstadt, von unten organisiert, bereichern.
Es soll ein Freiraum für all die Menschen entstehen, die sich abseits von Parteipolitik organisieren möchten, neugierig gegenüber anarchistischen Ideen sind und generell Menschen, die sich von antiautoritären Ideen angesprochen fühlen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir wollen einen Treffpunkt zum Chillen, Lesen, um sich auszutauschen und zu diskutieren schaffen.

Außerdem wollen wir eine Infrastruktur aufbauen, um sich politisch zu organisieren.

Bei uns ist jeder Mensch herzlich willkommen, der sich von unseren Ideen angesprochen fühlt, offen für emanzipatorische, herrschaftskritische Gedanken ist oder einfach nur mal den Laden kennenlernen möchte.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Da wir über nicht soviel Geld zu Verfügung und der Laden von einem Kollektiv ehrenamtlich betrieben wird, sind wir auf eure Spenden und Mithilfe angewiesen um das Projekt zu realisieren.
Wenn du also unser Projekt gut findest, würden wir uns über eine Spende freuen. Cool wäre es auch, wenn du dieses Projekt weiterverbreitest.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, brauchen wir Geld vorallem für die Einrichtung des Ladens, d.h eventuelle Renovierungskosten sowie Möbilierung und die geplante Erweiterung des Sortiments (größeres Büchersortiment, mindestens ein Regal mit veganen Produkten).
Auch wollen wir die Infrastruktur ausbauen z.B. mit günstigen Druckmöglichkeiten, kostenlosem Beamerverleih und Ähnlichem.
Für die Planungssicherheit des Projekts sollte auch schon die Miete für die ersten Monate sichergestellt sein.

Wer steht hinter dem Projekt?

Schon länger hatten wir die Idee einen anarchistischen Buchladen zu gründen und 2014 war es dann endlich soweit. Zu dritt und mit der Hilfe einiger Unterstützer*Innen konnten wir in kleinerem Rahmen unsere Vorstellungen im Projekt “ConcordiArt”, einem kreativen Kaufhaus am Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt, umsetzen.
Inzwischen sind wir ein Kollektiv von ca. 6 Leuten, die den Buchladen regelmäßig betreiben und haben einen kleinen, aber festen Kundenstamm gewonnen. Wir sind ein bunter Haufen hauptsächlich von Schüler- und Student*Innen und uns eint das Ziel anarchistische Ideen zu verbreiten und mit deren Umsetzung an einer freieren und gerechteren Welt zu arbeiten.
Wir sind voller Vorfreude den nächsten Schritt mit unserem Projekt zu gehen und euch in neuen Räumlickeiten mit erweitertem Angebot begrüßen zu dürfen! :)

Quelle

Jenseits von Staat und Kapital – Anarchismus eine Einführung

28. November 2015
18:00bis20:00

AnarchismusEinführungWenn du etwas Beliebiges verändern könntest, was wäre es? Würdest du für den Rest deines Lebens Urlaub machen? Dafür sorgen, dass fossile Brennstoffe aufhören Klimawandel zu verursachen? Dir ethisch vertretbare Banken und Politiker_innen wünschen? Jedenfalls wäre sicherlich nichts unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten.

In unseren privaten finanziellen und emotionalen Kämpfen spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. Wir könnten all unsere Zeit darauf verwenden, ein Feuer nach dem anderen zu löschen, aber sie haben alle die selbe Ursache. Stückweise zu reformieren wird nichts in Ordnung bringen: Wir müssen alles, entsprechend einer anderen Logik, überdenken.

Der Vortrag soll auch Anlauf bieten für alle, die an einer anarchistischen Organisierung in Bochum Interesse haben.

28. Novmeber 2015 um 18 Uhr im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2 4791 Bochum )

Für ein Leben in Freiheit für alle – Aufruf zum anarchistischen Block auf der Antirademo am 14.11

14. November 2015
15:00bis17:00

Demoblock

Die schwarze Ruhr-Uni ruft zu einem anarchistischen Block bei der „Migration is not a Crime“ Demo am 14.11 auf. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof.

Es ist Kalt in Deutschland

Es ist kalt geworden in Deutschland. Es gibt rassistische Demonstrationen und Angriffe, Brandanschläge auf Flüchtlingsheime.
Gleichzeitig gab es im Sommer in vielen Städten eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität für tausende Menschen, die nach Deutschland kamen. Viele Menschen begannen sich in Initiativen zu organisieren und zu helfen, in Deutschland und auch entlang der Balkanroute. Viele Geflüchtete schafften es, die sich ihnen bietende Gelegenheiten zu nutzen und die Festung Europa in großer Zahl zu betreten. Die Mechanismen, mit denen insbesondere Deutschland seit Jahren versucht, Refugees fernzuhalten, wie z.B. das Dublin-Abkommen, wurden faktisch außer Kraft gesetzt.
Die Bundesregierung knickte in dieser Situation nicht nur vor der Realität ein und erklärte die nicht absicherbaren Grenzen für offen, sondern verkaufte Deutschland auch als “Willkommensweltmeister”, auch wenn die andauernden Gesetzesverschärfung im Asylrecht eine andere Sprache sprechen.

Jetzt aber führen die politischen Verantwortlichen einen massiven Angriff auf Geflüchtete, das Rechte auf Asyl und die Bewegungsfreiheit.
Grenzkontrollen, Ausweitungen der sicheren Herkunftsländer, Gutscheinsysteme statt Bargeld in den meisten Bundesländern, unangekündige Massenabschiebungen, Ausweitung der Abschiebehaft, das alles kommt zur Zeit. Dies bestärkt auch die Rassist*Innen und sogenannten “besorgten Bürger” in ihrer Hetze.

Über die wirklichen Krisen reden

Während überall von einer Krise wegen der Flüchtenden gesprochen wird, werden die wirklichen Krisen, die Menschen dazu bringen sich auf die lebensgefährliche Flucht zu begeben kaum benannt. Fluchtursachen wie Krieg oder Armut scheinen unabänderlich, denn wenn wir diese abschaffen wollen würden, müssten wir Institutionen wie Staat und Kapitalismus beseitigen, schließlich verursachen diese Kriege und Armut.

Die selbstorganisierte Hilfe vieler Menschen zeigt, dass wir auch ohne staatliche Strukturen und oft besser als diese die Menschen versorgen können. Auch wenn es scheint also ob die meiste Hilfe z.B. Unterkünfte oder Nahrungsversorgung vom Staat getragen wird, so liegt dies nur daran, dass der Staat uns dran hindert selber Wohnraum und Nahrung zu beschaffen. Der Staat schützt das Eigentum und erhält so die ungleiche Verteilung von Ressourcen. Wir können nicht einfach die Lebensmittel in einem Supermarkt mitnehmen und an Bedürftige verteilen. Wir können auch nicht einfach ein leerstehendes Haus zu einer Geflüchtetenunterkunft umbauen. Außerdem ist der Staat genau jene Institution, die die Grenzen verteidigt, Menschen in Lager sperrt, sie abschiebt und faschistischen Terrors unterstützt oder toleriert. Der Staat ist daher Teil des Problems und nicht der Lösung. Wenn wir Armut beseitigen wollen, geht dies nur indem wir durch konsequenten Widerstand die Macht des Staates überwinden.

Genauso ist es kein Lösung Geflüchtete als nützliche Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft zu betrachten. Der Kapitalismus ist eine der Ursachen für Armut und die anderen Gründe von Flucht. Die deutsche Wirtschaft ist ein wichtiger Teil des Kapitalismus. Außerdem wertet es Menschen ab, wenn ihre Daseinsberechtigung an ihre Arbeitsfähigkeit geknüpft wird. Für Anarchist*innen hat jedes Individuum und seine Freiheit unveränderlichen Wert. Nichts ist bedeutsamer als jeder Menschen und ihre*seine Bedürfnisse.

Grenzen von unten überwinden

Wir haben die Möglichkeit solidarisch sein und von unten Grenzen und die Ursachen von Flucht zu beseitigen. Uns muss bewusst werden, dass wir alle nicht frei sind. Wenn wir uns selber aus der Tretmühle des kapitalistischen Alltags, Hierarchien und Zwängen befreien, können wir eine andere Welt schaffen in der keine*keiner mehr fliehen muss.

Gehen wir am 14.11 als anarchistischer Block auf die Straße um zu zeigen eine andere, herrschaftsfreie Welt ist die einzige menschfreundliche Lösung für die „Geflüchteten-Krise“! Treffpunkt ist um 15.00 Uhr vorm HBF. Bringt schwarze Fahnen mit!

Nieder mit Grenzen und Staaten! Nieder mit Armut und Kapitalismus!

Quelle

Für ein Ende der Gewalt – Vortrag gegen die Polizei

18. November 2015
18:00bis20:00

vortraggegendiepolizeineu

Demokrat*innen geben zu, dass es Gewalt braucht, um unsere Gesellschaftsordnung aufrecht zu erhalten: die Staatsgewalt. Wie auch Mafiabosse oder Warlords bewaffnete Kräfte unterhalten, um ihre Herrschaft abzusichern, unterhält der Staat bewaffnete Kräfte, um seine Herrschaft zu schützen: Im Inland ist die wichtigste Kraft die Polizei. Oft wird diesbezüglich “übertriebene Polizeigewalt” kritisiert.

Was aber sind die Funktionen der Polizei in unserer Gesellschaft und was für einen Einfluss übt sie auf diese aus? Wie und wann geht von ihr Gewalt aus? Wie stärken und schützen wir die Polizei durch unser alltägliches Verhalten? Wie kann Kritik an Polizeigewalt den Ruf nach der Polizei noch stärken? Welche Positionen zum Widerstand gegen die Polizei gibt es innerhalb der anarchistischen Bewegung(en)?

Wir müssen uns dann auch die Frage stellen, ob es in Ordnung ist, anderen Menschen Gewalt anzutun, nur weil einen ein angebliche Mehrheit jemand damit beauftragt hat. Deshalb ist auch die Frage wichtig, wie eine Gesellschaft, die nicht auf Gewalt basiert, aussehen kann und wie gewalt- und herrschaftsfreie Alternativen zur Lösung von Konflikten aussehen.

Diese Fragen und verschiedene Ansätze wollen wir aus anarchistischer Sicht vorstellen und diskutieren. Der Vortrag findet am 18.11.2015 um 18.00 Uhr in Raum GBCF 04/304 statt. Er ist Teil der kritischen Einführungswoche des Fachschaftsrates Sozialwissenschaft.

Quelle